Projekt Alte Namen

Alte Namen, Titel und Berufsbezeichnungen
spirituell-magischer Fachleute in Europa

Dies ist ein in Arbeit befindliches Projekt, bei dem ich Deine Hilfe benötige. Es geht um das Wiederfinden tradierter Namen, Titel, Berufsbezeichnungen und Tätigkeitsbeschreibungen spirituell-magischer Fachleute in ihren jeweiligen Familien, Regionen und Kulturen.

Die Erkenntnisse daraus wirken für mich auf mehreren Ebenen: in der persönlichen Arbeit von Praktizierenden, im spirituellen Zusammenhang und im kulturellen und politischen Raum. Denn wenn wir uns als Praktizierende in unseren eigenen Linien wiederfinden, können wir tiefer in Verbindung und Wirken gehen. Wir können Beziehungen wiederbeleben, die lange als verloren galten, zu unseren Ahnen, zum Land, zu den Geistwesen und zur Gemeinschaft aller Wesen.

Es geht nicht darum, in die Vergangenheit zurückzukehren. Es geht darum, verlorene Verbindungen wiederzufinden und daraus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen.

Warum die alten Namen wichtig sind

In welcher Tradition stehe ich eigentlich? Und ist das überhaupt wichtig? Ja, ist es. Sehr sogar.

Im animistischen Weltbild, in dem alles belebt ist und Zeit nicht nur linear gedacht wird, ist von großer Bedeutung, was vorher war und wer vor uns da war. Menschliche Geistleute wirken in unseren Linien weiter, in den Linien des Blutes ebenso wie in denen des Landes und des Geistes.

Für Praktizierende kann aus der Wiederentdeckung unseres europäischen spirituellen Erbes eine tiefere persönliche Anbindung entstehen. Für Gemeinschaften können Verbindungen wieder sichtbar werden, die lange als verloren galten. Und kulturell eröffnet sich die Möglichkeit, europäische spirituelle Traditionen wieder in ihrem eigenen Zusammenhang wahrzunehmen, statt sie nur durch Begriffe und Praktiken anderer Kulturen zu beschreiben oder sich aus Mangel an Wissen um die eigenen spirituellen Ahnleute die Spiritualitäten anderer Kulturen anzueignen. Das Wiederfinden unserer eigenen spirituellen Linien ist für mich deshalb auch eine Frage historischer Verantwortung.

Spiritueller, kultureller und politischer Kontext

Nach meinem Verständnis bleibt der Verlust dieser Anbindung nicht ohne Folgen. Als wir Europäer:innen zunehmend aufhörten, uns als Teil der Gemeinschaft aller Wesen zu verstehen, verloren wir mit dem Wissen und den Beziehungen auch einen Teil des Respekts vor dem Lebendigen.

Diese Entfremdung wirkt für mich bis heute in unseren Gesellschaften fort. Patriarchat, Sexismus, Speziesismus, Imperialismus, Kolonialismus, Rassismus, kulturelle Aneignung und Umweltzerstörung sind nicht unabhängig von einer Weltsicht entstanden, in der der Mensch sich außerhalb und über dem übrigen Lebendigen verortet. Das ist keine Entschuldigung. Es ist eine mögliche Erklärung. Und damit etwas, woran wir arbeiten können.

Es ist höchste Zeit, wieder Verantwortung zu übernehmen und unseren Platz in der Gemeinschaft des Lebendigen einzunehmen. Ganz weltlich und politisch bedeutet das, Heilung und Wandel nicht länger zu blockieren. Ganz spirituell bedeutet es, unsere eigenen Verbindungen wiederzufinden, Beziehungen zu erneuern und unseren Teil der Verantwortung zu tragen. Unser europäischer Zauber wird gebraucht. Nicht weil er besser oder wichtiger wäre als der anderer Kulturen, sondern weil auch wir unseren Platz im Kreis wieder einnehmen müssen. Ohne uns ist der Kreis nicht vollständig.

Eine Möglichkeit, diesen Weg zu gehen, ist für mich das Wiederfinden der verlorenen Namen. Nicht um in die Vergangenheit zu flüchten, sondern um wieder Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft zu übernehmen. Nutzen wir dafür die Wortmagie, die Macht der Worte und der Namen.

Warum ganz Europa?

Ich konzentriere mich bei diesem Projekt auf die Staaten und exterritorialen Gebiete des Subkontinents Europa.

Soweit man das bei dieser kulturellen Vielfalt überhaupt „konzentrieren“ nennen kann. Mich auf ein oder zwei Länder zu beschränken, würde weder dem Anliegen noch der europäischen Geschichte gerecht werden. Spirituelle Traditionen, Begriffe, Familienlinien und kulturelle Räume halten sich nicht an heutige, vergleichsweise moderne Staatsgrenzen. Deshalb fasse ich das Projekt so groß, wie es mir von den Geistleuten gezeigt wurde, und vertraue darauf, dass es die richtigen Menschen erreicht, die es mit ihrem Wissen, ihren Überlieferungen und ihren Quellen weiter füllen.

Berücksichtigt werden derzeit:
Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Republik Moldau, Monaco, Montenegro, Niederlande, Nordmazedonien, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russische Föderation, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern. Dazu kommen Åland, Färöer, Gibraltar, Guernsey, Isle of Man und Jersey.

Wie entsteht die Sammlung?

Ich sammle die alten Namen, Titel und Berufsbezeichnungen aus unterschiedlichen Quellen: aus Büchern und anderen Texten, aus regionalen Überlieferungen, aus Social-Media-Gruppen, von Vereinen und Gemeinschaften und vor allem von einzelnen Menschen, die ihr Wissen mit mir teilen. Ich dokumentiere die mir genannten Quellen bei den Einträgen.

Dabei können sehr unterschiedliche Arten von Wissen zusammenkommen: Familienüberlieferungen, regionale Sagen und Erzählungen, schriftlich überlieferte Mythen, Märchen und Sagen, wissenschaftliche Forschung und Veröffentlichungen ebenso wie persönliche spirituelle Erfahrungen, etwa aus Geistreisen oder Channelings.

Wie valide sind die Informationen?

Zum jetzigen Zeitpunkt recherchiere ich nicht jeden einzelnen Fund oder jede Nennung selbst nach, sondern nehme Beiträge zunächst mit der jeweils genannten Quelle in die Sammlung auf. Die Tabelle ist deshalb keine wissenschaftlich geprüfte Datenbank und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder letztgültige Richtigkeit. Wer mit einzelnen Angaben weiterarbeiten möchte, ist ausdrücklich eingeladen, selbst weiterzuforschen und die jeweiligen Quellen zu prüfen.

Ich freue mich über jede Ergänzung, Korrektur und weiterführende Quelle.

Wer kann sich beteiligen?

Jede und jeder kann sich beteiligen.

Du musst weder wissenschaftlich arbeiten noch selbst spirituell praktizieren. Vielleicht kennst Du einen überlieferten Begriff aus Deiner Familie, aus Deiner Region, aus einem Buch, einer Sage oder einer mündlichen Erzählung. Vielleicht bist Du bei Deiner eigenen Forschung auf einen Namen gestoßen oder hast in Deiner spirituellen Praxis etwas erfahren, das für die Sammlung wichtig sein könnte.

Willkommen sind Beiträge aus unterschiedlichen Quellen:

  • Überlieferungen aus der eigenen Familie
  • regionale Überlieferungen, etwa aus mündlichen Erzählungen oder Sagen
  • schriftliche Mythen, Märchen und Sagen
  • wissenschaftliche Forschung und Veröffentlichungen
  • persönliche spirituelle Erfahrungen, etwa aus Geistreisen, Channelings oder anderem UPG

Wichtig ist nur, dass die Quelle benannt wird. Du musst dabei nicht alle Fragen beantworten können. Es ist ein großes Puzzle, und jede Erinnerung trägt zum Gesamtbild bei. Der vorhandene Fragebogen fragt deshalb nur das ab, was Du tatsächlich weißt: Name oder Bezeichnung, Region, Sprache oder Dialekt, Bedeutung beziehungsweise „Jobbeschreibung“, Zeitraum und Quelle.

Mitarbeit am Projekt

Dieses Projekt ist größer als das, was ich allein leisten kann.

Ich bin kein Historiker und kein Sprachwissenschaftler. Deshalb freue ich mich über Menschen, die sich mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten und/oder einfach aus Spaß an der Freude an der weiteren Betreuung und Entwicklung des Projektes beteiligen möchten. Leute aus Geschichts- und Regionalforschung, Sprachwissenschaft, Ahnenforschung oder verwandten Bereichen wären natürlich großartig, aber das ist kein Muss.

Auch wenn Du auf das Gefühl hast, dass Du auf andere Weise etwas beitragen kannst, z.B. indem Du den Aufruf in Deine Muttersprache übersetzt und weiterteilst, melde Dich gerne bei mir!